Merken An der Wand meiner Küche hing eine Postkarte aus Chengdu, und ich starrte sie an, während ich auf den Reis wartete. Mir fiel ein, wie scharf und sauer das Essen dort war, wie es mir die Augen öffnete. Ich hatte nur Kohl im Kühlschrank, aber die Erinnerung an diese Aromen ließ mich nicht los. Innerhalb von zehn Minuten stand eine Schüssel vor mir, die genau das Gleiche tat: wecken, beleben, trösten. Manchmal braucht man kein Rezept, sondern nur eine Sehnsucht.
Ich habe dieses Gericht zum ersten Mal für Freunde gemacht, die behaupteten, Kohl sei langweilig. Während der Wok zischte und der Essig aufstieg, verstummten sie. Als sie probierten, sahen sie mich an, als hätte ich ihnen ein Geheimnis verraten. Seitdem bringen sie manchmal Kohl mit, wenn sie kommen, und ich weiß, was das bedeutet.
Zutaten
- Grüner Kohl (800 g): Das Herzstück des Gerichts, er muss dünn geschnitten sein, damit er schnell gart und seine Knackigkeit behält.
- Karotte (1 mittelgroße): In feine Streifen geschnitten, sie gibt Farbe und eine leichte Süße, die den scharfen Kick ausgleicht.
- Frühlingszwiebeln (3 Stück): Schräg geschnitten, sie bringen Frische und ein mildes Zwiebelaroma, das sich perfekt einfügt.
- Knoblauch (2 Zehen): Gehackt, er duftet sofort, wenn er ins heiße Öl kommt, und legt das aromatische Fundament.
- Ingwer (1 Esslöffel): Frisch gehackt, er gibt dem Ganzen Tiefe und eine wärmende Schärfe, die von innen kommt.
- Sojasauce (2 Esslöffel): Sie sorgt für Umami und Salzigkeit, und wenn du Tamari nimmst, bleibt alles glutenfrei.
- Reisessig (2 Esslöffel): Die Säure, die alles zusammenhält und den Kohl zum Tanzen bringt.
- Chilipaste (1 Esslöffel): Hier entscheidest du, wie mutig du bist, mehr davon und das Gericht wird feurig.
- Zucker (1 Teelöffel): Ein kleiner Schuss Süße, der die Schärfe und Säure rundet, ohne sich aufzudrängen.
- Sesamöl (1 Teelöffel): Geröstet, es gibt am Ende diesen nussigen, warmen Duft, der alles verbindet.
- Pflanzenöl (2 Esslöffel): Zum Anbraten, es muss heiß sein, damit der Wok richtig singt.
- Schwarzer Pfeffer (1/2 Teelöffel): Frisch gemahlen, er bringt eine zweite Schärfe, die sich von der Chili unterscheidet.
- Salz (1/2 Teelöffel): Nach Geschmack, manchmal braucht es mehr, manchmal weniger, probiere immer.
- Geröstete Sesamkörner (1 Teelöffel, optional): Zum Garnieren, sie geben einen kleinen Crunch und sehen hübsch aus.
Anleitung
- Sauce vorbereiten:
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Reisessig, Chilipaste, Zucker und Sesamöl verquirlen. Die Mischung riecht schon jetzt verführerisch und wird später alles zusammenbringen.
- Öl erhitzen:
- Das Pflanzenöl in einem großen Wok oder einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen, bis es anfängt zu schimmern. Der Wok muss heiß sein, sonst wird der Kohl weich statt knackig.
- Knoblauch und Ingwer anbraten:
- Knoblauch und Ingwer hineingeben und etwa 30 Sekunden lang rühren, bis sie duften. Pass auf, dass sie nicht braun werden, sonst schmeckt es bitter.
- Kohl und Karotte hinzufügen:
- Den geschnittenen Kohl und die Karottenstreifen in den Wok geben und 3 bis 4 Minuten unter ständigem Rühren braten. Das Gemüse sollte anfangen zusammenzufallen, aber noch Biss haben.
- Sauce einrühren:
- Die vorbereitete Sauce über das Gemüse gießen und gut durchmischen, dann weitere 2 bis 3 Minuten braten. Der Kohl nimmt die Aromen auf und wird zart, aber nicht zu weich.
- Würzen und Frühlingszwiebeln ergänzen:
- Schwarzen Pfeffer, Salz und die Frühlingszwiebeln hinzufügen, alles gut vermischen und noch eine Minute kochen lassen. Probiere und korrigiere die Würze, wenn nötig.
- Servieren:
- Auf eine Servierplatte geben und nach Belieben mit gerösteten Sesamkörnern und weiteren Frühlingszwiebeln garnieren. Heiß servieren, am besten neben gedämpftem Reis.
Merken Einmal habe ich dieses Gericht an einem regnerischen Dienstag gemacht, nur für mich, mit Resten aus dem Gemüsefach. Der erste Bissen war wie ein Lichtschalter, plötzlich war der Abend nicht mehr grau. Ich aß direkt aus dem Wok, mit Stäbchen, und fühlte mich wie in einem kleinen Restaurant in meiner eigenen Küche. Seitdem ist es mein Notfallessen, wenn ich etwas brauche, das mich aufweckt.
Variationen und Anpassungen
Wenn du es noch schärfer magst, gib eine Prise getrocknete Chiliflocken dazu oder erhöhe die Chilipaste. Für eine mildere Version kannst du Chinakohl statt grünen Kohl nehmen, er ist zarter und weniger herb. Pilze, Paprika oder Zuckerschoten passen wunderbar hinein, wenn du mehr Abwechslung willst. Ich habe auch schon geräucherten Tofu in Würfeln hinzugefügt, das macht es herzhafter. Am Ende zählt, dass du es so machst, wie es dir schmeckt.
Aufbewahrung und Reste
Reste halten sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter etwa zwei Tage, aber der Kohl verliert etwas von seiner Knackigkeit. Aufwärmen geht am besten in der Pfanne bei mittlerer Hitze, ein Spritzer Wasser hilft, die Sauce wiederzubeleben. Ich esse es manchmal auch kalt, direkt aus dem Kühlschrank, als schnellen Snack. Es eignet sich nicht zum Einfrieren, da das Gemüse matschig wird. Frisch ist es einfach am besten.
Serviervorschläge
Dieses Gericht passt hervorragend zu gedämpftem Jasminreis oder Naturreis, der die Sauce aufsaugt. Es funktioniert auch gut als Beilage zu gegrilltem Hähnchen, Tofu oder gebratenem Fisch. Manchmal mache ich eine große Portion und serviere es auf einem Buffet, es verschwindet immer als Erstes. Ein kaltes Bier oder grüner Tee dazu, und du hast ein einfaches, zufriedenstellendes Mahl. Es ist vielseitig genug, um sowohl rustikal als auch elegant zu sein.
- Immer heiß servieren, der Duft ist Teil des Erlebnisses.
- Ein paar Sesamkörner und Frühlingszwiebeln oben drauf machen optisch viel her.
- Wenn du Gäste hast, stell eine kleine Schale mit extra Chilipaste auf den Tisch für die Mutigen.
Merken Dieses Gericht ist wie ein kleiner Urlaub auf dem Teller, schnell, aufregend und einfach gut. Mach es, wenn du etwas brauchst, das dich daran erinnert, dass Essen mehr sein kann als Routine.
Fragen rund um das Rezept
- → Wie lange dauert die Zubereitung dieses Gerichts?
Die gesamte Zubereitungszeit beträgt etwa 20 Minuten, aufgeteilt in 10 Minuten Vorbereitungszeit und 10 Minuten Kochzeit im Wok oder in der Pfanne.
- → Kann ich dieses Gericht vegan zubereiten?
Ja, dieses Gericht ist vollständig vegan. Alle Zutaten sind pflanzlich. Verwenden Sie Tamari oder glutenfreie Sojasauce für eine glutenfreie Version.
- → Wie kann ich das Gericht schärfer oder milder machen?
Für mehr Schärfe können Sie die Menge der Chilipaste erhöhen oder rote Paprikaflocken hinzufügen. Für einen milderen Geschmack verwenden Sie weniger Chilipaste und ersetzen das grüne Kraut durch Napa-Kohl.
- → Welche Gemüsesorten kann ich zusätzlich verwenden?
Sie können gehackte Pilze, Paprikastreifen, Brokkoli oder Schneeerbsen hinzufügen. Achten Sie darauf, dass alles gleichzeitig gar wird, indem Sie fester Gemüse etwas früher hinzufügen.
- → Mit welchen Beilagen serviere ich dieses Gericht am besten?
Dieses Gericht passt perfekt zu gedämpftem Reis oder Jasminreis. Es funktioniert auch hervorragend als Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Tofu.
- → Kann ich die Sauce im Voraus zubereiten?
Ja, Sie können die Sauce mehrere Stunden im Voraus in einer kleinen Schüssel zubereiten und abdecken. Rühren Sie sie kurz vor dem Gebrauch um, um sie zu vermischen.