Merken An machen Abenden braucht man einfach etwas Wärmendes, das ohne viel Aufhebens satt und zufrieden macht. Dieses Curry ist genau so entstanden: aus einer Packung Halloumi, die ich noch im Kühlschrank hatte, und dem Wunsch nach etwas Cremigem mit Biss. Die goldenen Käsewürfel in der samtig-roten Sauce haben meine Familie sofort überzeugt. Seitdem landet es regelmäßig auf dem Tisch, besonders wenn alle am selben Strang ziehen sollen.
Ich erinnere mich an einen Freitagabend, als alle hungrig und ungeduldig waren. Während der Halloumi in der Pfanne brutzelte und dieser nussige Duft aufstieg, wurde es plötzlich still am Tisch. Meine Tochter hat seitdem nach jedem Bissen gefragt, ob das derselbe Käse ist wie auf ihrer Pizza. Es ist nicht derselbe, aber die Begeisterung ist geblieben.
Zutaten
- 400 g Halloumi-Käse, in 2 cm Würfel geschnitten: Der Star des Gerichts – beim Anbraten entwickelt er eine goldene Kruste, die innen trotzdem schön saftig bleibt.
- 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt: Sie gibt die süßliche Basis für die Sauce und wird wunderbar weich.
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt: Ohne ihn fehlt die Tiefe, also nicht zu schüchtern dosieren.
- 2 cm frischer Ingwer, gerieben: Er bringt diese frische Schärfe, die das Curry lebendig macht.
- 1 rote Paprika, gewürfelt: Gibt Farbe, Süße und eine angenehme Textur.
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose: Die Grundlage der Sauce – am besten eine gute Qualität nehmen.
- 1 EL Garam Masala: Die Gewürzmischung, die alles zusammenhält und diesen warmen, würzigen Ton gibt.
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel: Erdig und intensiv, er verstärkt die indische Note.
- 1 TL gemahlener Koriander: Zitronig und mild, rundet die Gewürze ab.
- ½ TL Kurkuma: Sorgt für die schöne goldene Farbe und einen Hauch Bitterkeit.
- ½ TL Chilipulver (nach Geschmack anpassen): Ich halte es meist moderat, aber wer es feuriger mag, darf mehr nehmen.
- ½ TL Paprika: Bringt Farbe und eine sanfte Rauchnote.
- Salz und schwarzer Pfeffer, nach Geschmack: Unverzichtbar zum Abschmecken am Ende.
- 200 ml Kokosmilch (Vollfett empfohlen): Sie macht die Sauce cremig und mildert die Säure der Tomaten perfekt ab.
- 2 EL Tomatenmark: Verstärkt den Tomatengeschmack und gibt der Sauce mehr Körper.
- 1 EL Pflanzenöl: Zum Anbraten – neutrales Öl funktioniert am besten.
- Frische Korianderblätter, gehackt: Das frische Grün obendrauf macht optisch und geschmacklich den Unterschied.
- Zitronenspalten: Ein Spritzer Säure hebt am Ende alle Aromen nochmal an.
Zubereitung
- Halloumi goldbraun braten:
- Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Halloumiwürfel hineingeben und pro Seite 2 bis 3 Minuten braten, bis sie schön goldbraun sind. Herausnehmen und beiseite stellen.
- Zwiebeln glasig dünsten:
- Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die gehackte Zwiebel in derselben Pfanne 3 bis 4 Minuten anbraten, bis sie weich und leicht glasig wird. Das Aroma aus dem Pfannenboden löst sich dabei mit.
- Aromaten hinzufügen:
- Knoblauch, Ingwer und Paprikawürfel dazugeben und weitere 2 bis 3 Minuten unter Rühren braten, bis alles duftet. Hier entsteht die aromatische Basis.
- Gewürze anrösten:
- Tomatenmark, Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilipulver und Paprika einrühren. Eine Minute lang unter ständigem Rühren rösten, damit die Gewürze ihr volles Aroma entfalten.
- Sauce köcheln lassen:
- Die gehackten Tomaten und die Kokosmilch angießen, alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 8 bis 10 Minuten sanft köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Sauce sämig wird.
- Halloumi einlegen:
- Die gebratenen Halloumiwürfel zurück in die Pfanne geben und vorsichtig unterrühren. Weitere 5 Minuten sanft köcheln lassen, damit der Käse die Aromen aufsaugt.
- Abschmecken und servieren:
- Noch einmal abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Mit frischem Koriander bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.
Merken Dieses Curry hat sich still und leise in unseren Wochenplan geschlichen. Es gab diesen einen Sonntag, an dem es regnete und niemand Lust auf komplizierte Küche hatte. Wir haben es mit Reis und warmem Naan gegessen, und plötzlich war der Nachmittag gemütlich statt grau. Seitdem verbinde ich den Duft von geröstetem Kreuzkümmel mit Geborgenheit.
Serviervorschläge
Ich serviere das Curry am liebsten mit duftendem Basmatireis, der die cremige Sauce perfekt aufnimmt. Warmes Naan-Brot zum Tunken ist aber genauso gut, besonders wenn man keine Lust auf Besteck hat. Manchmal reiche ich noch einen Klecks Joghurt dazu, der die Schärfe mildert und für Frische sorgt. Ein einfacher Gurkensalat mit Minze passt ebenfalls hervorragend und bringt Leichtigkeit auf den Teller.
Variationen und Anpassungen
Wer es schärfer mag, kann eine gehackte grüne Chili zusammen mit dem Knoblauch und Ingwer hinzufügen. Paneer funktioniert genauso gut wie Halloumi und bringt eine noch authentischere indische Note mit. Für eine leichtere Version kannst du light Kokosmilch verwenden und etwas weniger Öl nehmen. Ich habe auch schon Spinat am Ende untergerührt, das gibt eine schöne grüne Farbe und macht das Ganze noch gehaltvoller.
Aufbewahrung und Meal Prep
Das Curry hält sich problemlos drei Tage im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter. Beim Aufwärmen gebe ich gerne einen Schuss Wasser oder Kokosmilch dazu, damit die Sauce wieder cremig wird. Einfrieren geht auch, allerdings kann der Halloumi dann etwas gummiartiger werden. Wenn du für mehrere Tage vorkochst, würde ich den Halloumi frisch anbraten und erst kurz vor dem Servieren zur Sauce geben.
- Immer in einem gut verschlossenen Behälter lagern, damit der Knoblauchduft nicht den ganzen Kühlschrank erobert.
- Beim Aufwärmen in der Pfanne statt in der Mikrowelle bleibt die Konsistenz besser.
- Frischer Koriander und Zitronensaft erst kurz vor dem Servieren hinzufügen für maximale Frische.
Merken Dieses Curry ist für mich der Beweis, dass gutes Essen keine endlose Zutatenliste braucht. Es wärmt, macht satt und bringt alle an einen Tisch – und genau das zählt am Ende.
Fragen rund um das Rezept
- → Kann ich Halloumi durch einen anderen Käse ersetzen?
Ja, Paneer ist eine hervorragende Alternative und verleiht dem Gericht einen traditionelleren indischen Geschmack. Sie können auch Feta verwenden, wobei dieser schneller zerfällt. Halloumi wird empfohlen, da es beim Kochen seine Form behält.
- → Wie kann ich das Gericht würziger machen?
Erhöhen Sie das Chiliepulver oder fügen Sie eine fein gehackte grüne Chili zusammen mit den Aromastoffen hinzu. Sie können auch Cayennepfeffer hinzufügen oder frische Chilischoten in das Curry geben. Probieren Sie während des Kochens und passen Sie nach Ihrem Geschmack an.
- → Welche Beilagen passen am besten zu diesem Curry?
Gedämpfter Basmatireis ist die klassische Wahl und absorbiert die aromatische Sauce wunderbar. Warmes Naan-Brot eignet sich auch hervorragend zum Dippen. Sie können auch Jasminreis oder Quinoa servieren, um es leichter zu gestalten.
- → Kann ich das Gericht im Voraus zubereiten?
Ja, Sie können die Sauce einen Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank lagern. Das Halloumi sollte jedoch kurz vor dem Servieren gebraten werden, um seine beste Textur zu bewahren. Erhitzen Sie die Sauce vor dem Hinzufügen des Käses einfach wieder auf.
- → Ist dieses Gericht wirklich glutenfrei?
Das Grundgericht ist glutenfrei, aber überprüfen Sie die Etiketten auf Halloumi, Garam Masala und anderen Gewürzen, da einige verarbeitete Versionen Gluten enthalten können. Stellen Sie sicher, dass alle Zutaten in einem glutenfreien Verfahren verarbeitet wurden.
- → Wie lange hält sich das Curry im Kühlschrank?
Die Sauce hält sich bis zu 3 Tage im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter. Das Halloumi kann separat gelagert werden. Zum Aufwärmen langsam erhitzen, um die cremige Textur zu bewahren. Nicht zum Einfrieren empfohlen, da die Kokosmilch-Sauce sich trennen kann.