Merken Meine Nachbarin brachte mir vor ein paar Jahren eine Schüssel voll glänzendem, grünem Seetang mit, und ich war erst skeptisch. Der Geschmack war aber so erfrischend und leicht, dass ich sofort wissen wollte, wie man das macht. Seitdem ist dieser Algensalat mein kleines Geheimnis, wenn Gäste kommen und ich sie mit etwas Unerwartetem überraschen will. Es ist erstaunlich, wie wenig Zeit man braucht, um etwas so Lebendiges und Frisches zu zaubern. Der Sesam-Ingwer-Geschmack bleibt einem den ganzen Abend im Kopf.
Ich erinnere mich an einen heißen Juliabend, als ich diesen Salat für eine spontane Gartenparty gemacht habe. Alle saßen draußen, und ich wollte etwas Leichtes, das nicht schwer im Magen liegt. Der Algensalat war innerhalb von Minuten weg, und zwei Freunde fragten sofort nach dem Rezept. Seitdem mache ich ihn oft, wenn ich das Gefühl habe, dass normale Blattsalate zu langweilig sind. Er bringt einfach eine ganz andere Energie auf den Tisch.
Zutaten
- Getrockneter Wakame-Seetang (30 g): Das Herzstück des Salats, quillt im Wasser auf und wird zart und glänzend, immer gut abtropfen lassen.
- Gurke (1 kleine, dünn geschnitten): Gibt Frische und Knackigkeit, ich schneide sie immer extra dünn, damit sie sich gut mit dem Seetang verbindet.
- Karotte (1 kleine, in Julienne): Bringt Farbe und eine dezente Süße, die den salzigen Seetang ausgleicht.
- Frühlingszwiebeln (2, dünn geschnitten): Sorgen für eine milde Schärfe und einen frischen Biss.
- Geröstetes Sesamöl (2 EL): Der nussige Duft ist unwiderstehlich, verwende immer geröstetes Öl für den vollen Geschmack.
- Reisessig (1 ½ EL): Gibt die nötige Säure, die den ganzen Salat lebendig macht.
- Sojasauce oder Tamari (1 EL): Für Umami und Tiefe, Tamari verwenden, wenn es glutenfrei sein soll.
- Frisch geriebener Ingwer (1 EL): Bringt Wärme und Frische, immer frisch reiben, getrockneter Ingwer ist hier nicht dasselbe.
- Ahornsirup oder Honig (1 EL): Rundet die Säure ab und bringt alles ins Gleichgewicht.
- Geröstete Sesamsamen (1 TL im Dressing, 1 EL als Garnitur): Für Textur und einen tollen nussigen Abgang.
- Chiliflocken (½ TL, optional): Wenn du es etwas feuriger magst, nicht übertreiben, es soll nicht brennen.
- Frischer Koriander oder Petersilie (1 EL, gehackt, optional): Als Farbtupfer und frisches Finish.
Anleitung
- Seetang einweichen:
- Den getrockneten Wakame in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Lass ihn 7 bis 10 Minuten ziehen, bis er weich und glänzend ist, dann gut abtropfen und überschüssiges Wasser ausdrücken.
- Gemüse vorbereiten:
- Gurke, Karotte und Frühlingszwiebeln schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Farben sehen schon jetzt toll aus, und alles riecht frisch und einladend.
- Dressing anrühren:
- In einer kleinen Schüssel Sesamöl, Reisessig, Sojasauce, Ingwer, Ahornsirup, Sesamsamen und Chiliflocken gut verquirlen. Der Duft, der dabei aufsteigt, macht sofort Appetit.
- Alles vermengen:
- Das Dressing über den Salat gießen und vorsichtig mischen, damit alles gleichmäßig benetzt wird. Die glänzende Mischung sieht jetzt richtig appetitlich aus.
- Anrichten und garnieren:
- In eine Servierschüssel umfüllen und mit extra Sesamsamen und frischem Koriander oder Petersilie bestreuen. Sofort servieren oder für 15 bis 30 Minuten kühlen, damit sich die Aromen noch besser verbinden.
Merken An einem ruhigen Sonntagabend habe ich diesen Salat für mich allein gemacht und einfach nur am Küchentisch gesessen. Manchmal braucht man kein großes Essen, sondern nur etwas, das einem das Gefühl gibt, sich selbst etwas Gutes zu tun. Der Algensalat hat genau das getan, und seitdem ist er mein kleines Wohlfühlgericht, wenn ich Ruhe und Frische brauche. Es ist mehr als nur Essen, es ist ein Moment für mich.
Variationen und Ergänzungen
Du kannst den Salat ganz einfach anpassen, je nachdem, was du gerade im Kühlschrank hast. Dünne Radieschenscheiben oder geraspelter Rotkohl bringen noch mehr Farbe und Crunch. Einmal habe ich dünn geschnittene Paprika hinzugefügt, und das hat dem Ganzen eine süße Note gegeben. Wenn du es proteinreicher magst, passen gebratener Tofu oder Edamame wunderbar dazu. Es ist ein Salat, der mit dir wächst und sich immer wieder neu erfinden lässt.
Aufbewahrung und Serviervorschläge
Der Salat schmeckt frisch am besten, aber du kannst ihn in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu zwei Tage aufbewahren. Ich bewahre das Dressing oft separat auf und gieße es erst kurz vor dem Servieren drüber, so bleibt alles knackig. Er passt toll zu gegrilltem Fisch, zu Sushi oder einfach als leichte Mahlzeit mit einer Schüssel Reis. An warmen Tagen ist er mein Favorit, weil er so erfrischend und trotzdem sättigend ist. Mit einem gekühlten Sake oder grünem Tee wird daraus ein kleines Fest.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Einmal habe ich den Seetang nicht gut genug ausgedrückt, und der Salat war viel zu wässrig. Seitdem presse ich ihn richtig fest aus, und das Problem ist verschwunden. Achte darauf, dass du nicht zu viel Dressing verwendest, sonst wird alles matschig und verliert seine Leichtigkeit. Wenn das Dressing zu sauer ist, füge einfach einen Teelöffel mehr Ahornsirup hinzu, das gleicht es sofort aus.
- Den Seetang wirklich gut abtropfen und ausdrücken, sonst verwässert der Salat.
- Das Dressing nach und nach hinzufügen und zwischendurch probieren, damit es perfekt wird.
- Frisches Gemüse verwenden, alte Gurken oder Karotten machen den Salat schlaff und geschmacklos.
Merken Dieser Algensalat hat mir gezeigt, dass einfache Zutaten manchmal die besten Überraschungen bringen. Probiere ihn aus, und lass dich von der Frische und den Aromen verzaubern.