Merken An meinem ersten Freitag in der neuen Wohnung stand ich ohne Plan in der Küche, müde von Kartons, und wollte nur etwas Schnelles und Gutes. Ich fand Paprika, Zwiebeln und ein Stück Hähnchen im Kühlschrank. Innerhalb von dreißig Minuten brutzelte alles in der Pfanne, und der Duft von Kreuzkümmel und Limette füllte den Raum. Es roch nach Neuanfang, nach Heimat, nach genau dem, was ich gebraucht hatte. Seitdem sind diese Fajitas mein Freitagsritual, wenn die Woche zu lang war.
Ich erinnere mich an einen Sommerabend, als Freunde spontan vorbeikamen und ich nichts vorbereitet hatte. Ich warf Hähnchen in die Marinade, schnitt Paprika und hörte ihnen beim Lachen auf dem Balkon zu. Zwanzig Minuten später saßen wir zusammen, jeder rollte seine Tortilla, und es fühlte sich an wie ein kleines Fest. Niemand merkte, dass ich improvisiert hatte.
Zutaten
- 500 g Hähnchenbrustfilet, dünn geschnitten: Dünne Streifen garen gleichmäßig und schnell, außerdem nehmen sie die Gewürze viel besser auf als dicke Stücke.
- 1 rote Paprika, in Streifen: Sie wird süß und leicht verkohlt in der Pfanne, das gibt den perfekten Kontrast zur Würze.
- 1 gelbe Paprika, in Streifen: Bringt Farbe und eine mildere Süße, die das Gericht ausbalanciert.
- 1 grüne Paprika, in Streifen: Etwas bitterer, aber genau das rundet den Geschmack ab und sorgt für Tiefe.
- 1 große Zwiebel, in Streifen: Wird weich und leicht karamellisiert, hält alles zusammen und gibt eine herzhafte Basis.
- 2 EL Olivenöl: Zum Anbraten und als Träger für die Gewürze, verwende ruhig etwas mehr, wenn die Pfanne trocken wirkt.
- 2 TL Chilipulver: Die Seele der Fajitas, nicht zu scharf, aber genug, um Wärme zu spüren.
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel: Erdig und warm, das ist der Geschmack, der dich sofort an Tex-Mex erinnert.
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver: Gibt diese rauchige Note, als wäre alles über offenem Feuer gegrillt worden.
- 1/2 TL Knoblauchpulver: Praktisch und kraftvoll, sorgt für würzigen Hintergrund ohne Schneiden.
- 1/2 TL Zwiebelpulver: Verstärkt die Zwiebeln in der Pfanne und fügt eine subtile Süße hinzu.
- 1/2 TL Salz: Hebt alle Aromen hervor, aber probiere zwischendurch, jede Pfanne ist anders.
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer: Ein Hauch Schärfe, der nicht dominiert, sondern nur kitzelt.
- Saft von 1 Limette: Macht alles frisch und hell, schneide sie erst kurz vor Gebrauch auf, sonst verliert sie Kraft.
- 8 kleine Weizentortillas (oder Maistortillas für glutenfrei): Warm und weich, sie halten alles zusammen und saugen die Säfte auf.
- Frischer Koriander, gehackt (optional): Polarisiert, aber ich liebe ihn, er bringt Frische und einen Hauch von Grün.
- Sauerrahm (optional): Kühlt die Schärfe und gibt Cremigkeit, perfekt für alle, die es milder mögen.
- Salsa (optional): Fruchtig, scharf oder mild, je nachdem, was du magst, aber immer eine gute Idee.
- Geriebener Käse (optional): Schmilzt leicht auf dem warmen Hähnchen und macht alles noch herzhafter.
Anleitung
- Marinade anrühren und Hähnchen einlegen:
- In einer großen Schüssel Olivenöl, Chilipulver, Kreuzkümmel, Paprika, Knoblauch- und Zwiebelpulver, Salz, Pfeffer und Limettensaft verrühren. Die Hähnchenstreifen hinzugeben und gut durchmischen, sodass jedes Stück bedeckt ist, dann mindestens zehn Minuten ziehen lassen, während du die Paprika schneidest.
- Hähnchen scharf anbraten:
- Eine große Pfanne oder Grillpfanne auf mittlere bis hohe Hitze bringen und das marinierte Hähnchen hineingeben. Fünf bis sechs Minuten unter gelegentlichem Rühren braten, bis es durchgegart und an den Rändern leicht gebräunt ist, dann herausnehmen und beiseitestellen.
- Paprika und Zwiebel anbraten:
- In derselben Pfanne bei Bedarf etwas Öl nachgeben, dann die Paprikastreifen und Zwiebel hineingeben. Vier bis fünf Minuten braten, bis sie weich sind und leichte Röststellen bekommen, ruhig etwas Farbe nehmen lassen, das bringt Geschmack.
- Alles zusammenführen:
- Das gebratene Hähnchen zurück in die Pfanne geben und ein bis zwei Minuten mit dem Gemüse vermengen, damit sich die Aromen verbinden. Kurz durchschwenken und vom Herd nehmen.
- Tortillas erwärmen:
- Die Tortillas in einer trockenen Pfanne oder in der Mikrowelle kurz erwärmen, bis sie weich und biegsam sind. Warm servieren, damit sie nicht reißen.
- Servieren und genießen:
- Hähnchen und Gemüse in die Tortillas füllen und nach Belieben mit Koriander, Sauerrahm, Salsa oder Käse garnieren. Jeder darf sich seine eigene Fajita bauen.
Merken An einem kalten Novemberabend machte ich diese Fajitas für meine Mutter, die normalerweise skeptisch bei allem ist, was nach Gewürzen riecht. Sie nahm einen Bissen, schwieg einen Moment, und sagte dann nur: Das ist gut. Mehr brauchte es nicht, ich wusste, ich hatte gewonnen.
Wie du die Fajitas abwandeln kannst
Ich habe das Hähnchen schon durch Rindfleisch, Garnelen und sogar festen Tofu ersetzt, und jedes Mal war es köstlich. Rindfleisch wird etwas herzhafter, Garnelen brauchen nur drei Minuten, und Tofu wird wunderbar knusprig, wenn du ihn vorher gut abtropfen lässt. Für extra Schärfe schneide ich manchmal frische Jalapeños mit hinein oder streue eine Prise Cayennepfeffer über die Marinade. Du kannst auch die Paprika durch Zucchini oder Pilze ersetzen, je nachdem, was du zu Hause hast.
Was du dazu servieren kannst
Ich serviere die Fajitas oft mit einer Schale Guacamole, die ich aus zerdrückten Avocados, Limettensaft, Salz und etwas Koriander mache. Mexikanischer Reis passt auch perfekt, oder einfach nur ein frischer grüner Salat mit Limetten-Dressing. Manchmal stelle ich eine kleine Schale mit eingelegten Jalapeños auf den Tisch, für die, die es feurig mögen. Ein kaltes Bier oder eine frische Limonade runden das Ganze ab.
Aufbewahrung und Reste verwerten
Die Fajita-Füllung hält sich im Kühlschrank drei Tage in einem luftdichten Behälter und schmeckt aufgewärmt fast genauso gut. Ich erhitze sie in der Pfanne oder Mikrowelle und fülle sie in frische Tortillas. Reste kannst du auch in eine Schüssel mit Reis, Bohnen und Salat geben, das wird eine schnelle Burrito-Bowl. Tortillas friere ich ein und taue sie bei Bedarf kurz auf, so habe ich immer welche griffbereit.
- Bewahre Hähnchen und Gemüse getrennt von den Tortillas auf, sonst werden sie matschig.
- Erhitze die Füllung mit einem Spritzer Wasser, damit sie saftig bleibt.
- Reste eignen sich auch hervorragend als Füllung für Quesadillas oder als Topping für Nachos.
Merken Diese Fajitas sind mehr als nur ein schnelles Abendessen, sie sind der Beweis, dass gutes Essen keine Stunden braucht. Mach sie einmal, und du wirst verstehen, warum ich sie jede Woche mache.