Merken Meine Küche roch nach geschmolzener Schokolade, und draußen regnete es in Strömen. Ich hatte keine großen Pläne, nur den Wunsch nach etwas Warmem, Süßem, das die graue Stimmung vertreiben könnte. Also kramte ich Butter und dunkle Schokolade hervor und begann, ohne viel nachzudenken, diesen Kuchen zu backen. Was daraus entstand, war so saftig und schokoladig, dass ich fast vergaß, den Ofen auszuschalten. Seitdem ist dieser Schokokuchen mein Geheimrezept für Tage, an denen nur Schokolade hilft.
Ich erinnere mich an einen Geburtstag, an dem ich diesen Kuchen für meine Schwester gebacken habe. Sie ist keine große Kuchenfans, aber als sie das erste Stück probierte, wurde es still am Tisch. Alle schauten mich an, als hätte ich Magie in die Form gerührt. Seitdem backe ich ihn für besondere Anlässe, aber auch einfach so, wenn ich jemandem zeigen möchte, dass er mir wichtig ist. Dieser Kuchen schafft es immer, ein Lächeln hervorzuzaubern.
Zutaten
- 200 g ungesalzene Butter (plus extra zum Einfetten): Sie gibt dem Kuchen Saftigkeit und einen satten Geschmack, lass sie nicht zu heiß werden beim Schmelzen.
- 200 g dunkle Schokolade (mindestens 50% Kakaoanteil), gehackt: Das Herz des Kuchens, wähle gute Qualität, denn du wirst den Unterschied schmecken.
- 250 g heller brauner Zucker: Er sorgt für eine weiche Krume und eine leichte Karamellnote, die perfekt zur Schokolade passt.
- 3 große Eier: Sie binden den Teig und machen ihn luftig, achte darauf, dass sie Raumtemperatur haben.
- 200 g Weizenmehl: Die Basis des Teigs, siebe es am besten, damit keine Klümpchen entstehen.
- 1 ½ TL Backpulver: Lässt den Kuchen schön aufgehen, ohne zu trocken zu werden.
- ¼ TL feines Meersalz: Hebt den Schokogeschmack hervor und gibt eine feine Balance zur Süße.
- 50 g Kakaopulver: Verstärkt die Schokoladigkeit und gibt dem Kuchen seine dunkle Farbe.
- 150 ml Vollmilch: Macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine samtige Konsistenz.
- 1 TL Vanilleextrakt: Ein Hauch Vanille rundet den Geschmack ab und lässt die Schokolade noch intensiver wirken.
- 150 g dunkle Schokolade (für die Glasur), gehackt: Wird zusammen mit Butter zur seidigsten Glasur, die du je gemacht hast.
- 100 g ungesalzene Butter (für die Glasur): Macht die Glasur glänzend und streichzart.
- 200 g Puderzucker, gesiebt: Gibt der Glasur die richtige Süße und Konsistenz, siebe ihn unbedingt.
- 3 EL Vollmilch (für die Glasur): Verdünnt die Glasur auf die perfekte Streichfähigkeit.
Zubereitung
- Ofen vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius (Umluft 160 Grad) vor. Fette zwei runde Backformen mit 20 cm Durchmesser ein und lege sie mit Backpapier aus, damit sich der Kuchen später leicht lösen lässt.
- Schokolade schmelzen:
- Gib Butter und gehackte Schokolade in eine hitzebeständige Schüssel über einem Topf mit siedendem Wasser. Rühre gelegentlich um, bis alles glatt geschmolzen ist, nimm die Schüssel vom Herd und lass die Mischung etwas abkühlen.
- Eier und Zucker schlagen:
- Schlage in einer großen Schüssel Zucker und Eier mit einem Handmixer auf, bis die Masse hell und luftig wird. Das dauert etwa drei bis vier Minuten und ist wichtig für die Struktur des Kuchens.
- Schokolade einrühren:
- Rühre die geschmolzene Schokoladenmischung unter die Ei-Zucker-Masse, danach den Vanilleextrakt. Mische alles gut durch, aber nicht zu lange, damit die Luft nicht entweicht.
- Trockene Zutaten sieben:
- Siebe Mehl, Backpulver, Salz und Kakaopulver in eine separate Schüssel. Das Sieben verhindert Klümpchen und sorgt für einen gleichmäßigen Teig.
- Teig zusammenfügen:
- Hebe die trockenen Zutaten abwechselnd mit der Milch vorsichtig unter die Schokoladenmasse, bis der Teig gerade eben glatt ist. Nicht zu viel rühren, sonst wird der Kuchen zäh.
- Teig in Formen füllen:
- Verteile den Teig gleichmäßig auf die beiden vorbereiteten Backformen. Klopfe die Formen leicht auf die Arbeitsfläche, um Luftblasen zu entfernen.
- Backen:
- Backe die Kuchen 30 bis 35 Minuten, bis ein Holzstäbchen in der Mitte mit ein paar feuchten Krümeln herauskommt. Sie sollten nicht ganz trocken sein, das macht sie so saftig.
- Auskühlen lassen:
- Lass die Kuchen 10 Minuten in den Formen abkühlen, dann stürze sie auf ein Kuchengitter und lass sie vollständig auskühlen. Glasiere sie erst, wenn sie komplett kalt sind, sonst schmilzt die Glasur.
- Glasur herstellen:
- Schmelze Schokolade und Butter über siedendem Wasser wie zuvor. Nimm die Schüssel vom Herd und rühre nach und nach Puderzucker und Milch ein, bis die Glasur glatt und glänzend ist.
- Kuchen zusammensetzen:
- Lege eine Kuchenschicht auf eine Servierplatte und streiche ein Drittel der Glasur darauf. Setze die zweite Schicht darauf und verteile die restliche Glasur auf der Oberseite und an den Seiten, glätte sie mit einem Palettenmesser.
Merken Einmal habe ich diesen Kuchen zu einem Picknick mitgebracht, und er wurde zur heimlichen Hauptattraktion. Die Leute redeten mehr über den Kuchen als über das Wetter oder die Landschaft. Eine Freundin fragte mich, ob ich ihn verkaufen würde, und ich musste lachen, denn für mich ist er einfach pure Freude auf einem Teller. Seitdem nehme ich ihn überall mit hin, wo ich willkommen sein möchte.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Dieser Kuchen hält sich in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur bis zu drei Tage frisch. Er wird sogar noch saftiger am zweiten Tag, wenn sich die Aromen richtig verbunden haben. Falls du ihn länger aufbewahren möchtest, kannst du ihn auch einfrieren, am besten unglasiert, dann hält er sich bis zu einem Monat. Einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und erst dann glasieren.
Serviervorschläge
Ich serviere den Kuchen am liebsten mit einem Klecks geschlagener Sahne oder frischen Himbeeren, die Säure der Beeren passt perfekt zur süßen Schokolade. Manchmal streiche ich auch eine dünne Schicht Himbeermarmelade zwischen die Kuchenschichten, das gibt eine fruchtige Überraschung. An kalten Tagen reiche ich ihn mit einer Tasse starkem Kaffee, an warmen mit Vanilleeis. Egal wie, er verschwindet immer schneller, als ich gucken kann.
Häufige Fehler vermeiden
Der größte Fehler, den ich anfangs gemacht habe, war, den Teig zu lange zu rühren, nachdem ich das Mehl hinzugefügt hatte. Das macht den Kuchen zäh und fest, also rühre nur, bis du keine Mehlstreifen mehr siehst. Ein weiterer Stolperstein ist, die Kuchen zu früh aus der Form zu nehmen, sie brauchen die 10 Minuten Ruhezeit, sonst brechen sie auseinander. Und bitte, bitte warte, bis die Kuchen vollständig abgekühlt sind, bevor du glasierst, sonst hast du eine flüssige Sauerei.
- Verwende immer Schokolade mit mindestens 50 Prozent Kakao, sonst wird der Geschmack zu süß und flach.
- Miss die Zutaten genau ab, gerade beim Backen macht jede Kleinigkeit einen Unterschied.
- Lass den Ofen geschlossen während der Backzeit, sonst fällt der Kuchen in der Mitte zusammen.
Merken Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Dessert, er ist ein kleines Stück Glück in hektischen Zeiten. Ich hoffe, er bringt dir genauso viel Freude wie mir, jedes Mal, wenn ich ihn backe.